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Butter Chicken war eines der ersten Gerichte, das meine Mutter für besondere Familienabende gekocht hat, und der Duft von Tomaten, Butter und warmen Gewürzen hat sich tief in meine Kindheitserinnerungen eingebrannt. Genau dieses Gefühl von Geborgenheit, Wärme und gemeinsamem Genießen soll dieses Butter Chicken Rezept – original indisch und super cremig – für dich nach Hause bringen. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du Butter Chicken wie im indischen Restaurant zubereitest und es zu einem deiner Familienlieblingsrezepte machst.
Zutaten
Für dieses Butter Chicken werden das Fleisch zuerst mariniert und anschließend in einer wunderbar cremigen Tomaten-Butter-Sauce gegart. Die Mengen reichen für etwa 4 Portionen.
Marinade für das Butter Chicken
- 800 g Hähnchenbrust oder Hähnchenoberkeule, ohne Knochen, in mundgerechte Stücke geschnitten
- 200 g griechischer Joghurt (oder Naturjoghurt, vollfett)
- 2 EL Zitronensaft oder Limettensaft
- 3 EL neutrales Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl)
- 3–4 Knoblauchzehen, fein gehackt oder als Paste
- 2 EL frisch geriebener Ingwer
- 2 TL Garam Masala
- 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
- 1 TL gemahlener Koriander
- 1–2 TL Paprikapulver (edelsüß oder mild)
- ½–1 TL Chilipulver oder Cayennepfeffer (je nach gewünschter Schärfe)
- 1 TL Salz
Sauce für das Butter Chicken
- 50–70 g Butter (z. B. in zwei Portionen, zum Anbraten und zum Verfeinern)
- 2 EL neutrales Öl
- 1 große Zwiebel, fein gehackt
- 3–4 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1–2 EL frisch geriebener Ingwer
- 400 g stückige Tomaten aus der Dose oder fein pürierte Tomaten
- 2 EL Tomatenmark für extra Intensität
- 150–200 ml Schlagsahne oder Kochsahne (mind. 30% Fett für extra cremiges Butter Chicken)
- 50 ml Wasser oder Hühnerbrühe, nach Bedarf
- 1 TL Garam Masala
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- ½ TL Kurkuma
- 1 TL Zucker oder Honig (zum Abrunden der Säure)
- 1 TL Salz (oder nach Geschmack)
- 1 TL getrocknete Bockshornkleeblätter (Kasuri Methi), zwischen den Händen zerdrückt – für den typischen Butter Chicken Geschmack
Zum Servieren
- Frischer Koriander, grob gehackt
- 1–2 EL Sahne zum Garnieren
- Basmati-Reis, Naan oder Roti als Beilage
Erklärung der wichtigsten Zutaten und ihrer Rolle im Rezept

Der Joghurt in der Marinade macht das Butter Chicken besonders zart, weil die leichte Säure die Fleischfasern aufbricht und die Gewürze tief einziehen lässt. Zusammen mit Ingwer, Knoblauch und Garam Masala entsteht ein intensiver Grundgeschmack, der schon vor dem eigentlichen Garen für viel Aroma sorgt.
Tomaten und Tomatenmark bilden das fruchtige, leicht säuerliche Herz der Butter Chicken Sauce, während Butter und Sahne für die berühmte cremige, samtige Textur verantwortlich sind. Kasuri Methi – getrocknete Bockshornkleeblätter – geben dem Gericht den typisch leicht herben, nussigen Duft, der von vielen als „Restaurant-Geschmack“ beschrieben wird.
Garam Masala, Kreuzkümmel, Koriander und Kurkuma erzeugen die warme, gold-orange Farbe und den runden, leicht süßlich-würzigen Charakter von Butter Chicken. Ein wenig Zucker oder Honig balanciert die Tomatensäure aus und sorgt dafür, dass das Gericht harmonisch und rund schmeckt.
Tipps zur Auswahl der besten Qualität
Für besonders saftiges Butter Chicken eignen sich Hähnchenoberkeulen ohne Knochen besser als reine Hähnchenbrust, da sie mehr Fett enthalten und beim Schmoren zarter bleiben. Achte auf frisches Fleisch mit neutralem Geruch und einer gleichmäßigen, hellen Farbe.
Bei Tomaten lohnt es sich, zu hochwertigen stückigen oder passierten Tomaten aus der Dose zu greifen, da sie oft aromatischer sind als wässrige, frische Wintertomaten. Verwende unbedingt frische Gewürze und ersetze alte, verblichene Gewürze, da sie kaum Aroma abgeben und dein Butter Chicken sonst langweilig schmeckt.
Für ein super cremiges Ergebnis sollte die Sahne mindestens 30% Fett haben und nicht durch sehr leichte Kochsahne ersetzt werden, da sonst die typische Fülle fehlt. Gute Butter mit vollem Geschmack bringt zusätzliche Tiefe und macht das Gericht zu einem dieser köstlichen Gerichte, die man immer wieder kochen will.
Ersatzmöglichkeiten und Alternativen
Wenn du kein Hähnchen verwenden möchtest, kannst du das Butter Chicken Rezept ganz leicht in ein Butter Paneer oder Butter Gemüse verwandeln, indem du Paneerwürfel oder eine Mischung aus Gemüse wie Blumenkohl, Kichererbsen und Paprika verwendest. In diesem Fall solltest du die Garzeit etwas anpassen, damit die Zutaten bissfest, aber nicht zu weich werden.
Für eine leichtere Version kannst du einen Teil der Sahne durch griechischen Joghurt oder Kokosmilch ersetzen, wobei das Aroma dann leicht in Richtung Kokos-Curry geht. Wer laktosefrei kochen möchte, verwendet laktosefreie Sahne und eine pflanzliche Butter-Alternative, ohne auf die cremige Textur zu verzichten.
Falls du kein Kasuri Methi bekommst, kannst du notfalls einen Hauch geräuchertes Paprikapulver und etwas mehr Garam Masala verwenden, auch wenn der typische Butter Chicken Duft damit nicht ganz identisch wird. Schärfegrad und Salz kannst du individuell anpassen, damit es ein echtes Familienlieblingsrezept bleibt, das alle gern essen.
Zubereitungsschritte

Erste Vorbereitung und Reinigungstipps
Bevor du dein Butter Chicken zubereitest, tupfe das Hähnchen mit Küchenpapier trocken, damit die Marinade besser haftet und sich keine überschüssige Flüssigkeit in der Pfanne sammelt. Entferne sichtbare Sehnen oder sehr dicke Fettstücke, damit alle Stücke gleichmäßig garen.
Nutze ein scharfes Messer und ein sauberes Schneidebrett, das du ausschließlich für rohes Fleisch verwendest, um Kreuzkontamination zu vermeiden. Wasche dir nach dem Umgang mit rohem Hähnchen gründlich die Hände und reinige Messer und Brett mit heißem Wasser und Spülmittel.
Bereite alle Zutaten – geschnittene Zwiebeln, gehackten Knoblauch, geriebenen Ingwer, abgemessene Gewürze – vor, bevor du den Herd anschaltest. So kannst du dein Butter Chicken entspannt und ohne Hektik kochen, was gerade bei einfachen Hausrezepten viel Stress spart.
Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Geheimtipps
1. Hähnchen marinieren
Vermische in einer großen Schüssel Joghurt, Zitronensaft, Öl, Knoblauch, Ingwer, Garam Masala, Kreuzkümmel, Koriander, Paprika, Chili und Salz zu einer glatten Marinade. Gib die Hähnchenstücke hinein und mische alles gründlich, bis jedes Stück gut mit Marinade überzogen ist.
Decke die Schüssel ab und lasse das Fleisch mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen, besser 4–8 Stunden oder über Nacht, damit das Butter Chicken besonders aromatisch und zart wird. Geheimtipp: Wenn es schnell gehen muss, lass die Marinade bei Zimmertemperatur 30 Minuten einwirken, aber plane danach eine längere Garzeit ein.
2. Hähnchen anbraten
Erhitze etwas Öl oder eine Mischung aus Öl und Butter in einer großen Pfanne oder einem schweren Topf bei mittlerer bis hoher Hitze. Brate die marinierten Hähnchenstücke portionsweise an, bis sie außen leicht gebräunt sind – sie müssen noch nicht komplett durchgegart sein.
Lege das angebratene Fleisch beiseite, während du die Sauce zubereitest. Tipp: Durch das separate Anbraten bekommt dein Butter Chicken ein leichtes Röstaroma, das später in der Sauce für den typischen Restaurantgeschmack sorgt.
3. Aromatische Basis anschwitzen
Gib nun in derselben Pfanne etwas Butter und falls nötig zusätzlich einen Schuss Öl hinzu, damit nichts anbrennt. Brate die fein gehackten Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam goldbraun an – nimm dir dafür 8–10 Minuten Zeit, denn dieser Schritt bringt viel Süße und Tiefe in dein Butter Chicken.
Füge Knoblauch und Ingwer hinzu und brate alles 1–2 Minuten weiter, bis es intensiv duftet, aber nicht dunkel wird. Gib anschließend Garam Masala, Kreuzkümmel, Kurkuma, eventuell Paprika und Chili dazu und röste die Gewürze kurz an, damit sie ihr volles Aroma entfalten.
4. Tomatensauce aufbauen
Rühre Tomatenmark ein und lasse es 1–2 Minuten leicht mitrösten, um die Säure abzubauen. Gieße die stückigen oder pürierten Tomaten dazu, verrühre alles gründlich und lass die Sauce bei mittlerer Hitze 10–15 Minuten sanft köcheln, bis sie leicht eindickt.
Würze die Tomatensauce mit Salz und Zucker oder Honig, bis die Säure schön ausbalanciert ist. Wenn du ein besonders feines Butter Chicken möchtest, kannst du die Sauce an dieser Stelle mit einem Stabmixer pürieren, bevor du weiter machst.
5. Sauce verfeinern und Hähnchen garen
Reduziere die Hitze auf niedrig bis mittel und rühre die Sahne unter die Tomatensauce, bis sie eine gleichmäßig cremige, orange-rote Farbe hat. Gib die angebratenen Hähnchenstücke zurück in die Pfanne und mische alles sorgfältig.
Lass das Butter Chicken nun zugedeckt 10–15 Minuten sanft köcheln, bis das Hähnchen vollständig gar und butterzart ist. Kurz vor dem Servieren streust du Kasuri Methi über das Gericht, rührst es ein und gibst noch ein kleines Stück Butter dazu, damit es extra cremig und aromatisch wird.
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Butter Chicken
Cremiges Butter Chicken wie im indischen Restaurant – original indisch, einfach zu Hause nachkochen, mit vielen Tipps.
- Total Time: 55 min
- Yield: 4 servings 1x
Ingredients
-
800 g Hähnchen, in Stücke geschnitten
-
200 g Joghurt
-
2 EL Zitronensaft
-
3–4 Knoblauchzehen
-
2 EL Ingwer, frisch
-
2 TL Garam Masala
-
1 TL Kreuzkümmel
-
1 TL Koriander, gemahlen
-
Paprika, Chili, Salz
-
50–70 g Butter
-
1 große Zwiebel
-
400 g Tomaten (Dose, stückig)
-
2 EL Tomatenmark
-
150–200 ml Sahne
-
1 TL Zucker
-
1 TL Kasuri Methi
-
Frischer Koriander
Instructions
-
Hähnchen mit Joghurt, Zitronensaft, Knoblauch, Ingwer und Gewürzen marinieren, mindestens 1 Stunde kühlen.
-
Hähnchen in Öl/Butter portionsweise anbraten und beiseitestellen.
-
Zwiebeln in Butter glasig und goldbraun braten, Knoblauch, Ingwer und Gewürze kurz mitrösten.
-
Tomatenmark und Tomaten dazugeben, 10–15 Minuten einkochen lassen, mit Salz und Zucker abschmecken.
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Sahne einrühren, Hähnchen wieder in die Sauce geben und bei niedriger Hitze 10–15 Minuten gar ziehen lassen.
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Kasuri Methi und extra Butter einrühren, mit Koriander und einem Sahne-Swirl servieren.
- Prep Time: 20 min
- Cook Time: 35 MIN
- Category: Mittagessen
- Cuisine: Indisch
Nutrition
- Calories: 640
- Fat: 33
- Carbohydrates: 15
- Fiber: 3
- Protein: 50
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Viele machen Butter Chicken zu wässrig, weil sie das Hähnchen direkt in der Sauce ohne vorheriges Anbraten garen oder zu viel Wasser hinzufügen. Achte darauf, die Sauce zunächst einzukochen, bis sie sämig ist, und gib Flüssigkeit lieber nach und nach dazu.
Ein weiterer Fehler ist zu hohe Hitze, vor allem nach dem Zugeben der Sahne, sodass die Sauce ausflockt oder ansetzt. Halte die Hitze moderat, rühre regelmäßig und lasse dein Butter Chicken eher sanft ziehen als stark kochen.
Manchmal schmeckt Butter Chicken zu sauer oder flach, wenn die Tomaten sehr kräftig sind und zu wenig Zucker, Butter oder Salz zum Ausgleich verwendet wird. Probiere die Sauce immer wieder und passe Süße, Fett und Salz an, bis ein harmonischer, runder Geschmack entsteht.
Servieren & finale Akzente

Kreative Präsentationsideen
Serviere dein Butter Chicken in einer großen, flachen Servierschale, garniert mit einem Swirl aus Sahne und ein paar Tropfen geschmolzener Butter, damit es besonders einladend aussieht. Streue frisch gehackten Koriander darüber und dekoriere den Rand mit ein paar Zitronenspalten.
Für Gäste kannst du das Butter Chicken in kleinen Schalen portionieren und auf einem großen Holzbrett zusammen mit Naan, Reis und Chutneys anrichten – ein echter Hingucker für den Tisch. So wird aus einem einfachen Hausrezept ein festliches, köstliches Gericht für besondere Abende.
Empfohlene Beilagen oder Kombinationen
Butter Chicken harmoniert perfekt mit lockerem Basmati-Reis, der die cremige Sauce aufsaugt und das Gericht angenehm abrundet. Dazu passt frisches Knoblauch-Naan oder Butter-Naan, das du in die Sauce tunken kannst.
Als leichte Ergänzung kannst du einen frischen Gurken-Raita, ein Tomaten-Zwiebel-Salat oder ein einfaches Gemüsegericht servieren. Für noch mehr Inspiration zu köstlichen Gerichten schau gern in die Kategorien für Mittagessen und Abendessen auf deiner Seite vorbei: etwa unter „Lunch“ oder „Dinner“-Rezepten.
Du kannst Butter Chicken auch als Teil eines indischen Buffets anbieten – zusammen mit Linsengerichten, Getränken aus der Kategorie „Drinks“ und einem süßen Dessert aus der Dessert-Kategorie. So entsteht ein komplettes Familienmenü mit vielen Familienlieblingsrezepten, das alle begeistert.
Aufbewahrungs- und Aufwärmtipps
Im Kühlschrank hält sich Butter Chicken luftdicht verschlossen etwa 2–3 Tage, ohne an Geschmack zu verlieren. Lasse es vollständig abkühlen, bevor du es in einen geeigneten Behälter füllst.
Zum Aufwärmen eignet sich ein Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze, wobei du nach Bedarf einen Schuss Wasser oder Sahne zugibst, damit die Sauce wieder schön cremig wird. Rühre zwischendurch, damit nichts ansetzt, und erhitze das Butter Chicken nur so lange, bis es heiß, aber nicht kochend ist.
Butter Chicken lässt sich außerdem sehr gut einfrieren und bleibt so bis zu 2–3 Monate haltbar. Am besten frierst du es in Portionsgrößen ein, damit du jederzeit ein schnelles, einfaches Hausrezept zum Wiederaufwärmen parat hast.
Fazit
Dieses Butter Chicken Rezept vereint alles, was ein echtes Familienlieblingsrezept ausmacht: zart mariniertes Hähnchen, eine samtige Tomaten-Butter-Sauce und warme Gewürze, die nach Zuhause duften.
Mit den einfachen, klar strukturierten Schritten, den Tipps für beste Zutaten, Alternativen und Aufbewahrung gelingt dir Butter Chicken auch im hektischen Alltag zuverlässig. Durch kreative Servierideen, passende Beilagen und die Möglichkeit, das Gericht vorzubereiten oder einzufrieren, bleibt es eines dieser köstlichen Gerichte, die du immer wieder gerne für Familie und Freunde kochst.
FAQs
1. Was ist der Unterschied zwischen Butter Chicken und Chicken Tikka Masala?
Butter Chicken stammt aus Delhi und zeichnet sich durch eine sehr butterreiche, sahnige Tomatensauce mit relativ milden Gewürzen aus. Chicken Tikka Masala ist oft etwas kräftiger gewürzt, tomatiger und weniger butterlastig, mit stärker gerösteten Aromen.
2. Kann ich Butter Chicken ohne Sahne zubereiten?
Ja, du kannst einen Teil der Sahne durch Joghurt oder Kokosmilch ersetzen, solltest dann aber sanft erhitzen, damit die Sauce nicht ausflockt. Der Geschmack wird etwas leichter und weniger „buttrig“, bleibt aber trotzdem cremig und aromatisch.
3. Wie scharf ist Butter Chicken normalerweise?
4. Kann ich Butter Chicken im Slow Cooker oder Multikocher machen?
Ja, Butter Chicken lässt sich gut im Slow Cooker zubereiten, wenn du das Fleisch vorher anbrätst und die Sauce kurz auf dem Herd anröstest. Danach kannst du alles im Slow Cooker bei niedriger Temperatur mehrere Stunden ziehen lassen, bis das Hähnchen besonders zart ist.